Fotografie und Grafik von René Langner (Gerüste der Republik)
Ausstellungszeitraum: 24.04. bis 24.06.2026
Eröffnung: Freitag, 24. April 2026 um 16:30 Uhr
Ort: Mehrgenerationenhaus Pusteblume / Zur Saaleaue 51a, 06122 Halle (Saale)
In dieser Ausstellung liegt der Fokus auf den fotografischen und grafischen Arbeiten. So werden Fotografien diverser Klettergerüste aus Deutschland und Osteuropa zu sehen sein, ergänzt um Grafiken unterschiedlichster Formen von Klettergerüsten.
Einige Dinge graben sich tief in das kollektive Gedächtnis von Gesellschaften ein. Das können Ereignisse, Orte oder Gegenstände sein. Für Kinder in der DDR war das das Spielen auf standardisierten Spielplätzen, auf denen ein Klettergerüst aus Stahlrohr nicht fehlen durfte. Der Kletterpilz, welchen man noch vereinzelt antrifft, ist ein Symbol für die damaligen Spielplätze.
Neben diesem Symbol für Spielplätze in der DDR gab es noch eine riesige Anzahl anderer Formen, wie z.B. die zum Ende der 1980er Jahre in Halle entworfenen Kletterkatze. Das Hallesche Atelier, eine Außenstelle des renommierten VEB Designprojekt Dresden, entwarf das Spielgerät und der VEB Industrie- und Kraftwerksrohrleitungen Bitterfeld baute sie. In Halle selbst war sie nicht zu finden.
Bei der Recherche zum Projekt stieß René Langner auf einen Artikel zur Entstehungsgeschichte in der Für Dich. Im letzten Jahr gab es die Möglichkeit, diese besondere Kletterkatze aus Hoyerswerda vor dem Verschrotten zu retten. Seit dem steht die Katze im privaten Garten und wartet darauf wieder im öffentlichen Raum aufgestellt zu werden, denn das ist das Ziel von Langner und seinen Mitstreiter*innen.
Über René Langner: Diplom Kulturpädagoge, beschäftigt sich seit 2020, eher zufällig mit diesen Spielgeräten. Anfangs als reines Fotomotiv für einen Kletterkalender gedacht, den er mit dem Kletterer Stefan König erdachte und umsetzte, später durch eine grafische Annäherung. Dabei fanden sich immer neue Formen und die Erkenntnis, dass diese Klettergerüste kein ausschließliches Phänomen in der DDR waren.
Unterstützt wird das Projekt von der Bürgerstiftung Halle, der Hallianz für Vielfalt und dem Mehrgenerationenhaus Pusteblume.